Wenn die Bank den Kredit kündigt ist es meist zu spät

Was ist, wenn die Bank den Kredit kündigt?

15. Oktober 2016, Thomas Svensson     

Kündigung des Kredits durch die BankKündigt die Bank einen bestehenden Kredit, bedeutet das für den Kreditnehmer oft das finanzielle Desaster, weil dann meist eine große Forderung durch die Bank entsteht. Bankkunden sollten dies um jeden Preis vermeiden.

Ist das eingetreten, wird die Einmalzahlung des noch offen stehenden restlichen Kreditbetrages an die Bank fällig. Nicht zu reagieren, wäre grundsätzlich das Falscheste und hätte fatale Auswirkungen zur Folge. Nicht zu zahlen, würde bedeuten, zukünftig verschuldet zu sein, verbunden mit einer ausgesprochen miserablen Kreditwürdigkeit.

Wann kann die Bank den Kredit kündigen, welche Gründe müssen vorliegen? 

Für Kredite mit Zinsbindung wie sie z.B. herkömmliche Ratenkredite an Verbraucher darstellen, besteht seitens der finanzierenden Kreditbank kein Recht auf eine ordentliche Kündigung.

Kündigung des Vertrages: Hält sich ein Kreditnehmer nicht an vertragliche Vereinbarungen, hat die Bank das Recht auf außerordentliche Kündigung des Kreditvertrages. Verbraucher sollten es nie soweit kommen lassen und schon bereits im Vorfeld mit ihrem Bänker das Gespräch suchen.

Was bedeutet, dass die Bank den Kredit nur unter gewissen Voraussetzungen kündigen kann. Im Allgemeinen ist ein Ausstieg aus dem Vertrag seitens der Bank immer dann möglich, wenn der Kunde mit der Zahlung in Verzug geraten ist.

Doch nicht jede in Verzug geratene Zahlung führt zur Darlehenskündigung: Kündigen darf die Bank erst, wenn der Kreditkunde mit mindestens zwei aufeinander folgenden Darlehensraten in Verzug ist. Zusätzlich dazu muss der Schuldner mit mindestens 10%, bei über dreijähriger Vertragslaufzeit mit mindestens 5% der Darlehenssumme in Zahlungsverzug geraten.

Recht kurze Frist bis zur Rückzahlung

Erhält der Kreditnehmer die Kündigung, wird in dem Schreiben meist eine kurze Zahlungsfrist angesetzt, in dieser Zeit hat der Kreditnehmer den gesamten geschuldeten Betrag an die Bank zurückzuzahlen. Hinzu kommen unter Umständen Mahngebühren und Verzugszinsen.

Diese Kündigung wird mit gleichem Datum der Schufa gemeldet, was im Anschluss eine enorme Belastung der persönlichen Schufaauskunft bedeutet: Die Kreditwürdigkeit ist dahin.

Tipp unseres Experten: Ist die Kreditkündigung erst einmal ausgesprochen, gestaltet sich der weitere Weg für den (ehemaligen) Kreditnehmer drastisch schlecht.

Verbraucher sind daher gut beraten, bei etwaig auftretenden Rückzahlungs-Problemen UNVERZÜGLICH mit dem Bankberater zu sprechen, denn fast immer lassen sich Lösungen erarbeiten. Eine Kündigung des Darlehens durch die Bank ist die denkbar schlechteste Lösung!

Auch sollten Sie sich immer vor Augen halten, dass Ihr Bänker kein statischer Roboter, sondern auch nur ein Mensch ist. Unserer Erfahrung nach wartet dieser Mensch nur darauf, dass Sie mit ihm sprechen (!!). Setzen Sie alles daran, den Super-Gau zu vermeiden!

Tipp: Wir empfehlen Ihnen die Targobank

Seriöser Kreditvermittler

Ihr Thomas Svensson, Finanzierungsexperte SWN24.com

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