Kosten sparen

Bearbeitungsgebühren beim Kredit

19. Juli 2016, Thomas Svensson     

Kreditnebenkosten sparenAls Kreditnehmer zahlt man für das in Anspruch genommene Geld jährliche Zinsen. Mitunter werden auch Restschuldversicherungen – mit für Banken fetten Provisionen – abgeschlossen.

Warum von den meisten Hausbanken – und auch von Banken im Internet – zusätzlich eine Bearbeitungsgebühr abkassiert wird, ist nur sehr schwer nachvollziehbar.

Allein die monatlich zu leistenden Kreditzinsen sind, in den Augen der meisten Kreditnehmer, schon recht hoch. In meinem Beitrag soll es jedoch nicht darum gehen, ob oder wie viel Banken am Verbraucher verdienen dürfen.

Achtung: Diese Informationen sind nicht mehr aktuell. Bearbeitungsgebühren sind von Gerichten mehrfach als gesetzwidrig eingestuft worden.

Selbstverständlich sollen Kreditinstitute, wie jedes andere Unternehmen auch, ertragreiche Gewinne erzielen. Ob es allerdings nötig ist, neben den Nominalzinsen auch noch für die „Dienstleistung Kreditvertrag” einen satten Obolus zu verlangen, möchte ich hier in diesen Zeilen einmal klären.

Nun, nehmen wir an, wir möchten uns ein paar schicke neue Möbel kaufen, weil uns die Alten nicht mehr gefallen und im Laufe der Jahre eh unansehnlich geworden sind. 20.000,- Euro würden wir dafür als Kredit benötigen.

Wir begeben uns also zu „unserer Bank”. Dort, wo auch schon unsere Eltern bei Bedarf ihr Darlehen aufgenommen haben. Man kennt uns, unser Einkommen ist für die Kreditsumme ausreichend, die Abwicklung des Kredites mithin eine „reine Formsache“. Schon nach weniger als 30 Minuten verlassen wir zufrieden die Bank mit unserem Kreditvertrag in der Hand. Die Geldauszahlung ist für den nächsten Morgen avisiert.

Die Hausbank verlangt 3,5% Bearbeitungsgebühr der Kreditsumme

Zu Hause angekommen lesen wir uns den Vertrag stichprobenartig durch und stellen entsetzt fest, unser freundlicher Herr Bankberater hat für den aufgenommenen Kredit doch tatsächlich 3,5% Bearbeitungsgebühren berechnet. Schlau: Selbstverständlich wird das Geld, immerhin eine Summe von 700,- Euro (!!), in die monatlichen Kreditraten hinein gerechnet, so dass uns dieser „Banken-Extrabonus” zunächst gar nicht auffiel.

Am nächsten morgen fuhren wir sofort zur Bank, um die „Position Abschlussgebühren” mit dem Herrn Bankberater zu klären. Nach langem hin uns her zeigte er sich „kulant” und bot uns eine Reduzierung der Kosten auf 2,5% an. Immerhin noch teure  500,- Euro – meines Erachtens für das Ausfüllen eines 2-seitigen Vertrages ein recht ordentlicher Stundenlohn. Andere nennen es Abzocken!

Hinweis: Die Angaben auf dieser Seite sind nicht mehr aktuell!

Sofortige Stornierung des Kreditvertrages durch Widerruf, welcher bei Kreditgeschäften gesetzlich innerhalb von 2 Wochen möglich ist.

Welche Banken verlangen keine Kreditnebenkosten?

Am nächsten Tag haben wir im Internet bei der DKB Bank einen Vertrag abgeschlossen. Zugesagt wurde uns das Darlehen schon online (per Mail) innerhalb einiger Minuten. Die Zinshöhe selbst liegt noch um 1,5% Prozentpunkte niedriger als unser Hausbankkredit. In Sachen Nebenkosten haben wir im Vergleich zur Hausbank dann 500,- Euro eingespart.

Mein Fazit: Was mich letztendlich dazu bewogen hat, den Kredit bei der DKB aufzunehmen, war die Zusage, jederzeit auch schon früher abzahlen zu können. Da ich vor Ablauf des Kreditvertrages die Zahlung einer kleinen Lebensversicherung erwarte, steht mir dann die Option offen, schon früher – ganz oder teilweise – zu tilgen. Die DKB-Bank kann ich Ihnen daher nur empfehlen.

Mein Beispiel soll Ihnen aufzeigen, dass es nicht klug ist, den „erstbesten” Kreditvertrag zu unterschreiben. Nur durch ein paar kleine Patzer bei der Beantragung kann unter Umständen sehr viel Geld verloren gehen.

Bei Creditplus werden keine Gebühren für den Abschluss berechnet: Hier geht es direkt zu Creditplus.

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